Gefährliches Ballspiel

Nach all den Jahren Reisen, nach all den zum Teil abenteuerlichen Momenten und haarsträubenden Aktivitäten stolperte Desmond vor zwei Tagen beim Ballspiel über einen Gartenschlauch und brach sich beide Unterarmknochen.

Die nette Besitzerin vom Zeltplatz brachte uns sofort zu einem Sportarzt und er richtete Desmonds Arm mit wenigen, kompetenten und schmerzvollen Handgriffen. Sechs lange Wochen mit Gips stehen unserem Sohn zuvor. Was für ein Andenken an Mexiko!

Kleine Silberschmiede

In San Miguel de Allende macht uns Bärbel (unsere deutsche Nachbarin auf dem Zeltplatz) auf einen Schmuckkurs aufmerksam. Hellbegeistert finden wir uns am Donnerstagmorgen um 9.00 Uhr bei Abe, dem Künstler und Lehrer ein (email Adresse für Kursanfragen abgil14@hotmail.com).

Während zwei Morgen lernen wir Silber einzuschmelzen, zu schneiden, pressen, feilen, schmirgeln, verzieren, reinigen, löten, polieren und vieles mehr… und sind stolz auf das Ergebnis. Alles begann mit einem dumpfen, flachen Stück Silber, seht selber:

Desmond and Lenny pressing the silver.

Lenny operating the press.

Lenny filing his jewellery.

Soldering.

Desmond is polishing his rings.

Nadine's ring (with a stone that we found in the USA) and earrings.

Lenny and Nadine's jewellery.

Lenny's ring.

Desmond's rings, on the left one, he used a dry tree leave to make the pattern.

Eine Million Bedürfnisse und Wünsche unter einem Hut – aber welchem?

Kaum ein Tag vergeht, an dem wir uns nicht die Frage stellen, die sich alle Eltern stellen: Was ist das Beste für unsere Kinder?

Wollen wir nicht alle unseren Kindern das weitergeben, was wir selber am besten können? Und wollen wir nicht alle, dass unsere Kinder in einer glücklichen, erfüllten und zufriedenen Familie aufwachsen dürfen? Daher lag es auf der Hand, mit unseren Kindern zu reisen, denn es ist nicht nur das, was wir am besten können, sondern auch das, was uns am glücklichsten macht.

Schon immer wollten wir, dass unsere Kinder lernen, ihren Instinkten zu vertrauen, dass sie dem Universum Urvertrauen entgegenbringen, an das Gute im Menschen glauben und in der Lage sind, mit wenig zu leben. Diese Lektionen könnten sie auch zuhause lernen, aber wir wollten, dass sie das Leben eines Wanderers aus erster Hand erlebten. Wir konzentrierten uns darauf, in unserer Familie eine starke Bindung und Verständnis zu bauen.

Wann wird der richtige Zeitpunkt kommen, damit aufzuhören? Wann kommt der Moment, wenn unsere Kinder zum Reiseleben noch etwas anderes brauchen? Wir wollen nicht, dass Desmond und Lenny nur die Vielfalt unseres Planeten erleben, nein, wir wollen ihnen auch das grosse Geschenk von tiefen Wurzeln geben, ein Verständnis wer sie sind und woher sie kommen und der Zauber einer Verbindung mit Menschen, die aus einem ähnlichen Umfeld stammen wie sie. Eine Zugehörigkeit. Und wenn sie beide Arten von Leben erfahren haben, werden sie in der Lage sein, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen.

Yanna schrieb auf ihrem Forum “freakfamilies“:

Nicht nur sollten wir darauf bedacht sein, unseren Kindern eine gute Erde zu hinterlassen, sondern auch darauf, unserem Planeten gute Kinder zu hinterlassen!

Okay, lasst es uns versuchen. Aber was können wir tun, damit unsere Kinder verantwortliche und respektvolle Erwachsene werden? Wohl herzlich wenig. Wir wissen, dass sie eines Tages ihren eigenen Weg finden und ihre eigenen Entscheidungen treffen werden.

Zurück zum Jetzt: was ist das Beste für unsere Jungs, jetzt? Wenn wir von Edelsteinen, Gold oder Münzen reden, kommt von den Beiden immer die Reaktion: “Wenn wir eine dieser Sachen finden, können wir länger reisen!” Gleichzeitig stellen wir aber auch fest, dass sich langsam ein Gedanke in den Köpfen von Desmond und Lenny breit macht, der von einem Wunsch nach einem Haustier, einem eigenen Schlafzimmer und mehr Spielsachen zeugt – einem Zuhause. Wenn wir nachfragen, antworten die Jungs nach wie vor, dass diese kleinen Luxus warten könnten, und Reisen nach wie vor an erster Stelle stehe.

Als wir in China arbeiteten, hatten wir weniger wertvolle Zeit für die Kinder als wir gewünscht hätten. Sie wurden schnell erwachsen; zu schnell. Durch die neue Reise konnten wir ihnen eine verlängerte Kindheit schenken. Desmond und Lenny haben jeden Tag stundenlang Zeit zu spielen, zu erschaffen, sich selbst zu sein und ihren eigenen Stil zu entwickeln ohne dabei dem Gruppenzwang ausgeliefert zu sein. Gleichzeitig sind wir uns bewusst, dass eine Wiedereingliederung in ein Leben mit Gleichaltrigen und (mehr) Druck wahrscheinlich für ein späteres Überleben in der heutigen Welt entscheidend sein wird (das ist zumindest die allgemeine Meinung unserer Gesellschaft, die tief in uns eingeimpft ist). Trotzdem sind wir überzeugt, dass auch die die Fähigkeiten und Erfahrungen, die mit dem Reisen auf den Strassen der Welt gewonnen in den kommenden Jahren auf unserem Planeten von unschätzbarem Wert sein werden.

Von Freunden, Familien und Fremden erhalten wir viele aufmunternde Worte, die Reisen mit Kindern befürworten, aber genau so viele ermutigende Botschaften, die auf eine baldige Eingliederung drängen und uns versichern, dass diese möglich ist.

Was bleibt also für uns zu tun? Den Status quo abzuschätzen und die wichtige Entscheidung zu treffen, wann und wo wir uns niederlassen werden.

Ein Aufsatz von Lenny (nur in Englisch)

The Killer Rides

My family and I went to a water park in Mexico.

First we went looking around the park to see

what there is. We saw a wavy slide that had

water flowing down on the inside. There were two other slides, one was covered

and one was open. Water was gushing down the slides.

Then we settled on the grass in the shade

and got ready for the wavy slide. We had

to get soft mats so we wouldn’t hurt

ourselves. My brother and I went on the wavy

slide. The ride was long and really fast!

We also went on our tummies and bums.

Later we walked to the other two slides.

We climbed up the stairs where we saw a

really nice bug. When we got to the top

we met a life-guard who told when not to go

and when to go. First, I went down the open

slide, then I got back up and went down the

other slide that was enclosed. It was really fun!

The slides were very dangerous. I got injured

from the wavy slide when I went down it. When

I hit the water, I hit it so hard that my knee

shot up into my teeth. When I got out of the

pool my mother said: “you are bleeding.”

Everybody in my family got hurt. When we

Left the water park, we saw a green taxi.

We got in the taxi and drove home.

I had a really

good day!

Baja, Mexiko schafft die Wahl in „unsere 6 besten Familienreiseziele”

Nach über 60 Monaten Reisen in rund 40 Ländern stehen unsere sechs Lieblingsfamilienreiseziele fest:

Baja California, Mexico: lonely beaches and marine life

Thailand: making friends with a baby elephant

Malaysia: jungle walks

Yunnan, China: lots of colours and flavours

Jordan: crossing the desert on camels

Mongolia: baby animals and yurt life

Warum eignen sich diese Regionen so gut für Familien auf Reisen? Klickt hier: Die sechs besten Familienreiseziele für mehr Informationen und Vergleiche.

Handbuch “Reisen mit Kindern”

Zum baldigen einjährigen Geburtstag unserer Webseite und wegen der grossen Nachfrage habe ich alle unsere Reisetipps und PDF Downloads zum Thema Reisen mit Kindern zu einem einzigen Ratgeber zusammengefasst:

Dem 22-seitigen “Handbuch Reisen mit Kindern“. Es kann ab sofort kostenlos runtergeladen werden.

Die erste Auflage umfasst folgende Beiträge:

  • Reisetipps allgemein.
  • Reisevorbereitungen.
  • Packliste für reisende Eltern.
  • Packliste – Reiseapotheke.
  • Fragen und Antworten zu unseren Reisen.
  • Wie beschäftigen sich unsere Jungs auf langen Fahrten.
  • Worldschooling unterwegs.
  • Reisen ist nicht Urlaub.
  • Wo was unternehmen? Ein paar Kinderhighlights nach Land geordnet.
  • Nützliche Adressen zum Thema.

Das Handbuch ist weder vollständig noch ist es eine Anleitung. Es soll als Inspiration dienen, als Anregung und als Planungshilfe.

Wir wünschen euch eine gute Reise!

PS. Danke Karin fürs Korrigieren und Nachlesen!