Die Bilder der Hudson Familie am Schweizer Travel Festival

“Jetzt haben wir euer Buch und Blog gelesen, aber wo sind eure Bilder? Und die persönlich erzählten Geschichten?”, hören wir oft.

Wir sind am diesjährigen Schweizer Travel Festival dabei! Am Samstagabend, den 28. April erzähle ich die Geschichte unserer romantischen Begegnung in Indien, davon, wie wir mit unseren damals noch kleinen Kindern in die grosse Welt hinauszogen, von der nicht immer einfachen Zeit als Hostel-Manager im ländlichen China und der Abschlussreise im Camper durch die USA und Mexiko. Und die Fotos dazu werden auch nicht fehlen!

Details zum Anlass findet ihr hier, beim Swiss Travel Club.

Es würde uns sehr freuen, euch am Travel Festival zu treffen!

 

Grün – der neue Webauftritt

Wenn ihr diese Zeilen liest, dann habt ihr unsere neue Webseite schon gefunden. Grün, habt ihr euch vielleicht gefragt, warum gerade Grün?

Lange habe ich mir überlegt, welche Farbe die neue Seite schmücken soll, auf Grün habe ich mich geeinigt. Denn Grün fehlt im kalten, grau-weissen Schweizer Winter, denn Grün ist die Farbe der Hoffnung (und der Name Nadine bedeutet ebenfalls “Hoffnung”) und Grün steht für eine gesunde Natur. … und Grün gefällt mir! Und hoffentlich euch auch.

Ihr findet alle alten und neuen Texte auf der Seite, als Bonus gibt es ab sofort aber noch unsere besten Reisefotos. Klickt oben im Menü auf Fotos oder Filme und taucht ein.

Die Herausforderung Schweizer zu sein

Ein gutes Neues Jahr wünschte mir mein Bruder. Ich schmunzelte. Es würde wohl das ereignisloseste Jahr seit… hmm… meiner Kindheit (?) werden – was kann da schon schief gehen?

Und genau deswegen wünschte mir mein fürsorglicher Bruder Glück. Denn Schweizer zu sein, kann für Globetrotter ganz schön zur Herausforderung werden.

So weit ich mich zurückerinnern mag, haben immerzu tiefgreifende Veränderungen und sagenhafte Ereignisse die Jahre gekrönt: Abenteuerliche Reisen, aufregende Jobs in fernen Ländern, unzählige Umzüge und Neuanfänge, Weiterbildungen und Prüfungen, neue Arbeitsstellen und natürlich die Geburt unserer Kinder. Jedes der vergangenen Lebensjahre hatte viel Aufregung gebracht. Ein Leben im Whirlpool. Und wie steht’s mit dem 2012?

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Samichlauses Diener

Michael ist anlässlich seiner Einbürgerung schon seit acht Jahren Schweizer. Aber nicht nur auf Papier ist er Eidgenosse, sondern öfters auch in seinem Verhalten. So z.B. wundert er sich schweizerisch, was für ein Notfall herrscht, wenn das Telefon einmal nach 9 Uhr abends klingelt, er beginnt nie eine Mahlzeit bevor alle am Tisch sitzen und sich “en Guete” gewünscht haben und Pünktlichkeit ist ihm eine goldene Regel.

Seit letztem Montag aber, ist er noch schweizerischer geworden. Nämlich spielte er die Rolle von Samichlauses Diener. Der Samichlaus ist eine uralte Tradition in der Schweiz; der Tag vom Heiligen St. Nicklaus wird am 6. Dezember gefeiert.  Der Samichlaus, sein Schmutzli und in dieser Region sogar noch ein Diener gehen von Haus zu Haus und bringen den Kindern Freude (oder in einigen Fällen eher Furcht als Freude). Sie kündigen sich je nach Region mit einem Glockenläuten oder dem Blasen eines Kuhhorns an. Manchmal kommt der Samichlaus mit einem Esel, manchmal zu Fuss oder gar per Auto, wenn die Distanzen zu gross sind.
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Alte Gedanken

Nadine in India in 1998

In den letzten Tagen haben wir viel Zeit damit verbracht, alte, lange verstaute Schachteln zu öffnen. Dabei haben wir schöne Erinnerungen gefunden. Und Reisetagebücher von vergangenen Tagen.

Ein Gedicht, das ich im August 1998 in Indien verfasst habe, möchte ich mit euch teilen. Es ist leider in Englisch, ich hoffe, ihr könnt es trotzdem lesen:

Restless

I’m travelling around the world to find peace
I’m looking everywhere, but still don’t feel at ease.

I know I can only find it deep inside
during times of rest
but whatever I do it’s not to my best.

When I’m busy I wish I had time to relax and stop
but whatever I do, I don’t feel on top.

When I have time to myself
I don’t know how to use it
and try to find things to do instead of sit.

I want to find the entrance to my inner world
I’m trying hard, but all the ways seem curled.

I want to find it, but I’m filled with fear
standing in front of a closed door fills my eyes with a tear.

I don’t know anymore what I’m looking for
and if my past believings are true,
but whatever happens I’ll have to get through.

I’m insecure as things have changed a lot
I’ve got the lid, but not the pot.

I’ve been at this point before, away from my track
doubts, no sense, but whatever happens I’ll find back.

Die Schweiz ist doch so schön…

Das rote Standseilbähnli, das uns nach Stoos bringt, ist eines der steilsten Bahnen der Welt und die Fahrt dementsprechend spektakulär. Die Bahn bringt uns aber nicht nur zu Berg, gleichzeitig fährt sie uns auch aus dem dicken Nebel in die Sonne. Unsere neue Heimat ist vom Nebelmeer bedeckt.

Beim Billet-Kauf müssen wir schmunzeln, denn endlich dürfen auch wir einmal von einem Preis für Ansässige profitieren. “Tourist-prices” gibt es eben nicht nur in China! Michael hat eine Überraschung für uns bereit und so sind wir nicht nur erstaunt, sondern umso mehr erfreut, als wir oben gleich auf unsere Freunde treffen. Gemeinsam, und mich noch mehr Freunden, machen wir ein Lagerfeuer und essen feines Risotto. Ist die Schweiz nicht schön?

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Eltern als Lehrer – eine gute Idee? Wenn die Kinder sesshaft werden wollen.

School in China

Langsam verstehen wir, dass wir uns niederlassen. Die letzten Produkte aus dem Ausland sind aufgebraucht: die Gesichtslotion aus Malaysia, die Zahnpasta aus Mexiko, der Deo aus den USA. Die ersten Besucher waren da und machten unsere temporäre Bleibe zum Daheim. Die Kinder verlieren langsam ihre Aufregung darüber, dass sie hier an jedem Wasserhahn trinken können.

Und obwohl unsere Herzen immer mal wieder nach Asien und den Mittleren Osten wandern, kommen wir mehr und mehr hier in der Schweiz an. Unsere Mitmenschen sind uns gut gesinnt. Michael arbeitet schon seit mehr als einem Monat wieder und die Jungs haben sich unglaublich gut in der neuen Schule eingelebt. Es läuft wie am Schnürchen.

Es ist Zeit, das Chaos in unseren Köpfen ein wenig zu ordnen. Die acht Monate im Camper haben mir unzählige Stunden beschert, in denen ich einfach da sitzen musste und einer öden Landschaft zuschauen. Und genau diese langen Momente brachten scheinbar viele Antworten und Anstösse. Irgendwie habe ich das Gefühl, durch die passive Verarbeitung einen grossen Schritt in meiner eigenen Entwicklung weiter gekommen zu sein.

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