Soldat anstatt Mörder

Was macht ein besorgter Vater mit seinem 17 jährigen Sohn, der in einem Dorf aufwächst, wo die Jugendlichen aus Langeweile zu Alkohl, Zigaretten und Gewalt greifen? Er schickt ihn in die Armee…

Scheinbar sei einer der Dorfjugend vor kurzem sogar zum Mörder geworden und sitze nun hinter Gittern. Das Schicksal will Huade, der Fahrer und langjährige Freund des Outside Inns, seinem einzigen Kind ersparen. Weg müsse er und erst zurück kommen, wenn er stark und unabhängig genug sei, den Pubertätsflausen zu widerstehen.

Aber so einfach ist die Aufnahme in die Armee nicht. Schwierige Prüfungen müssen bestanden – oder an den Fäden der richtigen Beziehungen gezogen werden. Ist man erstmal drin, muss man zwei Jahre bleiben. 24 harte – super harte – Monate.

Wenn die Zeit um ist, hat man die Wahl weiterzumachen (z.B. als Trainer der neuen Rekruten) oder man versucht auf dem Arbeitsmarkt eine Stelle zu finden. Je nach der Ausbildungsrichtung in der Armee, ist das aber nicht immer einfach. Der Staat hilft aber ordentlich mit einer finanziellen Starthilfe oder einem Beitrag an ein Universitätsstudium mit.

Eine chinesische Freundin von uns erzählt, wie ihr ehemaliger Klassenkamerad aus dem Militär kam und nicht mal mehr normal gehen konnte. „Er lief umher wie ein starrer Pinguin!“ schmunzelt sie. Einmal pro Woche nur durften die jungen Soldaten frei nehmen und an diesem Tag per Telefon die Aussenwelt kontaktieren (dafür bekamen sie pro Monat ein kleines Taschengeld; war dies aufgebraucht, war das Telefonieren beendet). Urlaub gab es nicht. Er sah weder seine Familie noch seine Freunde während der zwei Jahren. Jeden Tag von morgen früh bis abend spät wurde eisern trainiert und gelernt. Trotzdem wollte ihm nach seiner Entlassung niemand eine Stelle anbieten, denn sein Wissen beschränkte sich auf die Armee. Die Freundin lobte aber die charakterliche Veränderung das jungen Mannes. Vorher sei er nur ziellos rumgehängt, hätte viel getrunken und Blödsinn gemacht. Jetzt sei er fokussiert und ambitioniert. Ein anderer Abgänger hatte mehr Glück. Als Militärkoch hatte er in den zwei Jahren eine gute Ausbildung genossen, die auch ausserhalb anerkannt und geschätzt wurde.

Huades Sohn wird noch vor dem Wochenende in die Grossstadt am Meer – gute 11 Busstunden entfernt – fahren und da sein neues Leben beginnen. Der Abschied will gebührend gefeiert werden. Um die dreihundert Gäste sind eingeladen. Auch wir.

Um 12 Uhr, d.h. etwas verspätet, wie oft in China üblich, treffen wir bei Huades Haus ein. Er wohnt nur gute 100 Meter vom Hotel entfernt, neben der Hauptstrasse unsere Dorfes. Vor dem dreistöckigen Haus ist ein betonierter Vorplatz und gleich davor das Grab eines Vorfahren. Es ist stark mit Gras überwachsen, der Grabstein ist aber bei genauerem Hinsehen noch sichtbar.

Ein Dutzend runder Holztische wurden zum Anlass aufgestellt – einige auf dem Vorplatz, einige im Haus – und darum herum jeweils zehn kleine Hocker. Draussen wurde ein Brett über zwei Ständern platziert; ein notdürftiger Tisch an dem drei eifrige Männer ganze Hühner und stattliche Flussfische in mundgerechte Stücke schneiden. Hinter ihnen brutzelt eine wohlriechende Suppe voller Knochen und Knorpel und getrockneten Sauerpflaumen in einer riesigen Wok-Pfanne auf dem Feuer. Auf jedem Tisch steht eine Kochstelle, draussen mit Gas betrieben, drinnen elektrisch (sogar im „Induktion-System“) und darauf sitzt eine runde, silberne Pfanne mit Suppe drin; der Hot Pot. Fortzu werden Fleisch, Fisch, Gemüse und Kräuter dazu gegeben und dann mit Stäbchen herausgefischt. Für uns hat Huades Frau Xiao Mo extra einen vegetarischen Hot Pot vorbereitet.

Wir stehen etwas unbeholfen herum und wissen nicht wo und wann wir uns setzen sollen. Huades wohl respektierter Vater (seine Familie ist im Dorf hoch angesehen) kommt auf uns zu, schüttelt immer wieder unsere Hände, zeigt dabei ein unwiederstehliches Lächeln, und erklärt dann, dass sich niemand setzen solle und mit Essen beginnen, bis Michael sich niedergelassen hätte. Schliesslich sei er der „Boss“. Wir sind sprachlos. Was für eine Ehre! Nachdem wir im Sommer mit einer Dorfbewohnerin und ihrer Familie Streit hatten, bedeuten uns diese Worte noch mehr.

Die Hälfte der Gäste sind Klassenkameraden von Huades Sohn. Bis gestern ging er noch wie ein „normaler“ Junge in die Schule.

Wir werden ins Nebenzimmer (Huades Schlafzimmer?) gebracht und beginnen das Gemüse aus der Pfanne zu fischen. Die männlichen Gäste essen schnell, damit sie so wenig Zeit wie möglich verlieren und zu ihrer Lieblingsbeschäftigung zurückkehren können: Karten spielen um Geld. Kaum sind die Tische abgeräumt, geht das Spiel weiter und fette Noten wechseln von einem zum nächsten Spieler. Dabei werden die Gemüter immer erhitzter und die Gesichter immer röter – Alkohol fliesst in grossen Mengen.

Kurz erspähen wir Huades Sohn. Er ist in den vergangenen Jahren in die Höhe geschossen und trägt heute eine Kappe, um die frisch rasierten Haare zu verstecken. Was an ihm auffällt, sind seine sanften Augen, sein liebevoller Gesichtsausdruck. Er gleicht ein wenig dem berühmten Hollywood Star Will Smith, nur das es bei ihm wohl eher Men in Green anstatt Men in Black heissen wird und sein Blick wohl nach zwei Jahren seinen unschuldigen Glanz verloren haben wird..

Vor unserem Abgang überreichen wir Huade den obligaten roten Umschlag mit ein paar Noten drin. Ein Fest wird eigentlich in China immer durch die Geldspenden der Gäste finanziert. „Bist du traurig deinen Sohn gehen zu sehen?“ fragen wir ihn. Nein, antwortet er, er sei froh, dass sein Sohn weg von diesem schlechten Einfluss sei und einen erfolgreichen Weg vor sich habe.

Am Abend ist das Fest immer noch im vollen Schwung. Huade und seine Freunde ertrinken den wohl doch nicht so einfachen Abschied im Alkohol und geniessen ein paar letzte Stunden zusammen. Wer weiss, was die Zukunft bringen wird.

Dr. Dolittle – 2. Runde

Mittlerweile haben wir das Rätsel gelöst. Der Grund, warum wir dieses Jahr etlich weniger Spinnen im Haus hatten, ist unsere freundliche Hausfledermaus. Weiterhin besucht sie uns des öftern und wohnt irgendwo zwischen Kamin und Dach.

Uebrigens liest man das chinesische Schriftzeichen für Fledermaus als „fu“, was ebenso „Glück“ heisst. Und da diese Mäuse mit Flügeln in Höhlen zuhause sind und diese wiederum als Portale zum Nachleben gelten, symbolisieren die Tiere auch noch „ein langes Leben“. Die Fledermaus wird in China gerne gleich fünffach abgebildet, nämlich für die fünf Zeichen des Glücks: langes Leben, Friede, Reichtum, Tugendhaftigkeit und ein gutes Sterben.

Leider hat sich unsere kleine Glücksmaus noch nie vor die Kamera getraut, aber dafür haben sich in unserem Umfeld ein paar andere Tiere abbilden lassen:

Und der Gewinner ist…

Demokratisches China

„Lasst uns zusammenstehen und uns wehren!“ Die Dorfbewohner eines Nachbardistrikts klopfen sich gegenseitig auf die Schultern, stossen mit einem lauten „Ganbei“ an und leeren das Reisschnapsglas mit einem Schluck. Gan bei heisst so viel wie „trockne das Glas“.

Die lokale Regierung hatte beschlossen ihr Dorf zu überfluten und aus der pittoresken Gegend einen hübschen See zu machen. Der neue Touristenspielplatz wurde komplett mit Pedalo- und Ruderbooten, Fotografen, Cafes und Strassenverkäufer geplant. Jeder der Dörfler bekam ein durchaus nicht unattraktives Päckchen angeboten: eine grosszügige Abfindung pro Quadratmeter Land und eine Umsiedlung in ein neu geschaffenes Wohnviertel.

Aber die Leute wollen nicht weg. Sie sind nicht bereit, ihre Wurzeln umpflanzen zu lassen. Sehr demokratisch treffen sie sich und beschliessen, gemeinsam und dankend abzusagen. Das der Beschluss der Regierung keine Anfrage, sondern eben ein Beschluss war, stört sie nur wenig.

Und siehe da, sie werden angehört. Es wird diskutiert und noch mehr diskutiert. Verhandlungen werden geführt, aber die Botschaft des Dorfes ist klar. Sie wollen nicht weg. Und sie gewinnen.

Wir für Yi

Sitzt ihr in einer warmen Stube und freut euch auf das leckere Essen, das in der räumigen Küche vor sich her brodelt und alle paar Minuten einen verlockenden Duft aussendet?

Wir wissen schon lange, dass es nicht alle so gut haben wie wir. Dass es Menschen gibt, deren erste und einzige Priorität dem Ueberleben gilt.

Manchmal spenden wir einer riesigen Organisation etwas Geld und bringen unsere ausgedienten Kleider. Aber Schlagzeilen darüber wieviel dieser Gelder für die Administration der guten Taten drauf geht, haben uns verunsichert.

Umso mehr freut es uns, heute mit Veerle aus Holland und ihrem Ehemann Aku zusammenzusitzen. Sie leben schon seit längerer Zeit in Yangshuo und wir geniessen ein Treffen jedesmal sehr.

Aku gehört zum Volk der Yi Minderheiten. Sein Volk hat es nicht einfach hoch an den Berghängen und Tälern von Yunnan. Das kahle Land auf 3000 – 4500 müM gibt nicht viel mehr von sich als Buchweizen, Kartoffeln, Weisskohl, Kürbis und Raps. Die einzige Einnahmequelle ist der Verkauf von Vieh. Viele Eltern können sich die Schulung der Kinder nicht leisten und senden diese schon mit sieben Jahren in die Berge mit den Schafen.

Es gibt weder Strassen noch Elektrizität. Der mehr als eine Stunde lange Schulweg ins Tal ist zu gefährlich für die Kleinen. Aeltere Menschen sterben an banalen Erkältungen, weil eine medizinische Versorgung zu weit weg ist.

Die Chinesische Regierung hilft zwar vielen Menschen in Not, aber oft reicht es nur dazu, an der Oberfläche zu kratzen und ein paar PR-Fotos zu schiessen. Zeit zur Selbsthilfe.

Aku und Veerle haben beschlossen, ihrem Volk unter die Arme zu greifen, eine Starthilfe zu ermöglichen. Sie sammeln Kleider, Schuhe, Bücher, Schulsachen, Sportausrüstung, Baumaterial, Samen, Geld… und Wissen und werden bald in die Heimat von Aku fahren, um vor Ort zu helfen. Von Mensch zu Mensch.

Wer Lust hat Veerle und Aku bei ihrem Unternehmen zu helfen und den Kindern der Yi eine bessere Zukunft zu schenken, kann dies mit einer Spende tun:

Veerle Ackerstaff (in Holland)
Kontonr:      54.39.08.887

IBAN: NL79ABNA0543908887
BIC (SWIFT)
:     ABNANL2A

Bitte vermerkt beim Zahlungsgrund das Wort “Spende”.

Für mehr Informationen zu den Yi und zum Projekt “Wir für Yi”, kontaktiert Veerle auf Tel. 0086-15577428123 oder email dos@teflchina.com.cn.

Ausländerpreise

In China, wie übrigens auch in vielen anderen Ländern, werden die Preise dem Käufer angepasst. Kommt dieser von auswärts, dann steigen die Kosten. Je weiter weg, desto höher der Preis. Einkaufen ohne zuerst abgewägt und dann bemogelt zu werden, fehlt uns je länger je mehr.

Vor kurzem im Fotogeschäft: „Wir möchten gerne Passfotos für uns vier machen lassen. Bitte.“ Die Dame schaut uns lange an. Die Rädchen drehen sich fast sichtbar in ihrem Hirn. „Das macht dann 40 Yuan pro Set.“ Letztes Mal haben wir 20 bezahlt. „Nein, wir leben hier, wir wissen, dass die Fotos nicht mehr als 20 Y kosten,“ sagen wir gelangweilt. Das Spiel des Verhandelns ist uns schon lange zuwider geworden. „Nein, unmöglich!“ Die Verkäuferin inszeniert ein täglich mehrere Male wiederholtes Schauspiel. „Unmöglich!“ Sie winkt sich mit ihrer rechten Hand kühle Luft vors Gesicht, wie wenn sie in der Tat durch unseren Schockvorschlag fast in Ohmacht fallen müsste. Unsere Geduld für solche Szenen ist bereits abgereist. Schnell rufe ich Wendy an, frage sie nach dem Preis (denn wir wissen, dass auch sie hier ihre Fotos machen lässt), sie sagt ebenfalls 20 Y. Ich bitte sie, schnell mit der Verkäuferin zu sprechen, einfach um sicher zu sein, dass es sich nicht um ein Missverständnis handelt.

Die beiden besprechen sich kurz am Telefon. Die gute Frau tut so, als hätte sie das Aha-Erlebnis des Jahres und sagt dann verschmitzt: „Ja, 40 Yuan ist natürlich nur für die ganz gute Qualität (sie zeigt dabei auf ein Muster), die schlechte Qualität (wieder zeigt sie auf ein Muster, die beiden sind identisch…) ist selbstverständlich 20 Yuan.“ Nun lächelt sie und zeigt uns ihre blitzblanken Zähne. Wir bezahlen, lassen uns ablichten und warten dann im Geschäft auf die Bilder. In der Zwischenzeit kommt tatsächlich eine Yangshuoheimische rein und bezahlt für die genau gleichen Fotos eben mal 15 Yuan…

Da macht es die Strassentofuverkäuferin schon gescheiter… sie mogelt nicht mit dem Geld (denn sie hat schon lange gemerkt, dass Ausländer vor einem Kauf beobachten, was Chinesen bezahlen), sondern gibt den Langnasen einfach nur die halbe Portion für den gleichen Preis!

Gesundheit bewahren – Krankheit behandeln

Ich habe mal irgendwo gelesen, dass im alten China die Aerzte bezahlt wurden, so lange sie es schafften, die Gesundheit der Menschen zu erhalten. Wurde jemand krank, so wurde eine Bezahlung eingestellt. Die traditionelle, chinesische Medizin ist auf diesem Prinzip aufgebaut. Halte das Gleichgewicht des Körpers und der Seele stabil, so wirst du gesund bleiben.

Das Neuzeitchina scheint sich jedoch recht weit von diesen Weisheiten entfernt zu haben. Ich würde sogar schätzen, dass die Nation zu den Weltmeistern der Medikamentenkonsumenten gehören. Ist man erkältet oder fühlt sich sonst ein wenig angeschlagen, geht man in eine Apotheke oder ins Krankenhaus und lässt sich eine zweistündige, intravenöse Behandlung (oft ein Gemisch aus Glukose oder Antibiotika) stecken. Jede Arztkonsultation verlässt man garantiert mit einer grossen Plastiktüte voller Pillen und Pulver (traditionelle und schulmedizinische). Sich vorsorglich fit und gesund zu halten, ist ein Konzept, dass zwar nicht vergessen, aber durch modernen Zeitdruck und Stress oft auf morgen verschoben wurde.

Deshalb musste ich heute schmunzeln, als ich mir den Schriftzug (neustens auch in Englisch) über der Yangshuo Klinik genauer anschaute: „protect health“, das Krankenhaus ist also nach wie vor da, die Gesundheit der Menschen zu bewahren und erst zweitrangig um die Krankheiten deren zu behandeln. Das war ein ziemlich beruhigender Anblick!

Ein Teil von uns ist abgereist

Gestern haben wir ein 26kg Paket nach Amerika geschickt: Sommerkleider, Windjacken, Spielsachen und Spiele und Schulbücher. Es wird bei einer amerikanischen Freundin auf uns warten. Als die Postbeamtin die schwere Schachtel auf die Waage hob, dann den dicken Adresskleber darauf klebte, begann unsere neue Reise. Ein Teil von uns ist weg. Er ist uns vorausgereist, während wir hier in China noch sauber abschliessen. Was für ein wunderbares Gefühl!

Vieles tun wir nun zum letzten Mal: Kredit aufs Hoteltelefon laden, Karten drucken lassen, die Dusche der Mitarbeiter reparieren… Es ist so beflügelnd für uns, im Leben immer wieder loszulassen und abzuschliessen. Eine Schritt zu machen und neu zu beginnen. J

Die Vorbesitzer unseres Campers – Fred und Moggi – brechen auch bald auf und werden uns am Ende ihrer Reise in Philadelphia willkommen heissen. Wer Lust hat ihre Reise zu verfolgen (oder noch mehr Bilder von unserem Camper zu sehen), ist herzlich auf ihrer Webseite Reise-News willkommen.

Serie Reisetipps: 10 Reisetipps für China

  • Wichtige Sätze zum Auswendiglernen: “meiyou” (haben es nicht) und “bu zhi dao” (weiss es nicht), “bu yao” (nicht wollen) und “ting bu dong” (nicht verstehen). Und natürlich wird es nicht schaden, Worte wie “ni hao” (Hallo) und “Xie Xie” (Danke) sagen zu können.
  • Geduld! Seid nicht entmutigt, wenn die Dinge nicht so schnell oder in die Richtung gehen, die ihr wollt. Warteschlangen können lang sein und wenn man endlich vorne ankommt, sagt die gestresste Frau auch mal “meiyou”, drückt euch zur Seite und das Anstehen beginnt erneut. Eine Verständigung erfordert unter Umständen eine grosse Portion an Kreativität und Toleranz sowie Zeit. Beim Kauf von Produkten braucht es oft erst ein Spiel der Verhandlung und exotische Gerichte werden am besten gleich versucht anstatt sich lange durchzufragen.
  • China ist riesig. Unterschätzt seine Grösse nicht. Plant nicht zu viel und lässt Platz für spontane Aenderungen. Bahnfahrkarten zu kaufen, kann manchmal schwierig sein, und vielleicht ist man irgendwann zu müde, um noch einen weiteren Langstrecken-Bus zu betreten. Nehmt euch Zeit, geht langsam und versucht auch die ländlichen Gegenden Chinas zu erkunden. Die Städte haben einiges zu bieten, aber sie zappen auch viel Energie.
  • Seid nicht von den chinesischen Tischsitten abgeschreckt. Erlaubt sind (in den meisten Fällen): spucken, am Telefon sprechen, werfen von Knochen auf den Boden, laut reden, schnelles schaufeln des Essens in den Mund und rauchen. Und aufgepasst, Chinesen bleiben nach einem Essen nicht lange sitzen.
  • Warmes Wasser in Thermosflaschen ist immer und überall erhältlich, auch in den Zügen.
  • Öffentliche Toiletten in China sind oft nicht von dieser Welt!
  • Trinkgeld geben ist nicht (wirklich) erlaubt. Die verlegene Kellnerin wird versuchen, das Trinkgeld zurückzugeben.
  • Den Begriff Privatsphäre gibt es kaum in China. Zumindest nicht die Art, die wir gewohnt sind. Persönliche Fragen werden schamlos gestellt, man wird angestarrt (durchaus freundlich) und unendliche Male fotografiert.
  • Findet das Kind in euch wieder und verbündet euch mit den Chinesen. Sie sind eine Nation von Spass liebenden, leicht anregbaren, oft lachenden Menschen. Auch wenn sie auf den ersten Blick unfreundlich erscheinen sollten, sind sie das meistens nicht. Sie sind nur über die Sprachbarriere besorgt oder wissen nicht, wie mit einer „Langnase“ umzugehen.
  • Und noch zum Schluss; wer sich nicht zutraut, seine erste Reise durch das Land der Mitte selber zu organisieren (oder dazu keine Zeit hat), kann seine China Reise auch von einer professionellen Agentur zusammenstellen lassen. Im Outside Inn haben wir mit Sabine aus München eng zusammengearbeitet und können sie wärmstens empfehlen.