The hot sulphur springs – (Aufsatz von Lenny)

At 8.00 pm my family and I went to a

hot sulphur spring in USA, Colorado.

At the hot sulphur springs there were

24 different temperature pools. I was

only allowed in five of the pools because

you have to be 12 years old to go

in the other 19 pools. I am only 9!

The sulphur smelt like rotten eggs.

The water was very slimy and very

warm. It was really refreshing.

One pool was indoors, that was my favourite,

the other three were outdoors.

The fifth pool was filled with

normal, cold water and it had a

slide. One pool had a little water fall.

I had a really good and refreshing time.

Der versteinerte Wald von Escalante

Im Herzen von Utah, an der legendären Route 12, finden wir dank Kari und Ulla den kleinen State Park von Escalante. Wir richten uns auf dem sympathischen und vorwiegend von Europäern besetzten Zeltplatz ein und hüpfen umgehend in den einladenden See. 

Der Ort entpuppt sich als Paradies auf Erden. Escalante soll in einer sehr freien und spirituell-religiösen Übersetzung bedeuten, dass sich hier die Leiter in den Himmel  befinde und auch wir nehmen ein paar tiefgründige Momente mit.

Wir befreunden uns gleich mit drei Familien und dürfen einmal mehr lernen, dass Freundschaft keine Grenzen hat und auch wachsen kann, wenn unsere Lebensarten und Ansichten stark voneinander abweichen.

Eine weitere tolle Persönlichkeit von Escalante, ist der “Rock-Man” Scott. Er sammelt schon seit seiner Kindheit Steine und hat sich sein Hobby zum Beruf gemacht. Lenny, unser kleine Geologe, kann von Scotts Laden nicht genug bekommen (Scott liefert übrigens seine Steine auch ins Ausland!).

Fünf Tage bleiben wir am Rande des versteinerten Waldes von Escalante. 5.5 Millionen Tonnen des versteinerten Holzes - in allen prächtigen Farben – können im Park bestaunt werden.

Auf den Felsen der Gegend wachsen Pilze ( fungus) und Algen und bilden ein farbenfrohes moosähnliches Pelzchen. Der Pilz beschützt die Alge und die Alge produziert Nahrung für den Pilz. Die symbiotische Beziehung ist perfekt und in vielen Fällen schon tausende von Jahren alt.

Katie, Ryan und ihr Sohn Jaxon zeigen uns die hiesigen Indianerzeichnungen auf den goldenen Felsen. Ihre Zeichen zeugen von einer guten Jagd und wurden vor hunderten von Jahren mit einer Mischung aus Blut und Beerensaft gezeichnet.

Mit den drei Familien machen wir einen Ausflug zum Dinosaurier-Fussabdruck-Gebiet, wo wir tatsächlich einen grossen Dinosaurier Fussabdruck sehen, uns aber das Felsenklettern ebenso viel Spass macht.

Rechtzeitig zum Sonnenuntergang finden wir uns im Teufelsgarten ein. Wir geniessen ein Abendpicknick mit Michaels Brot, Käse, Eiern und Früchten und verabschieden uns von dieser traumhaften Gegend und unseren neuen Freunden.

Und weiter geht es auf der traumhaften Route 12 / 24 durch den Capitol Reef National Park, über den Boulder Mountain und schlussendlich zurück auf die Autobahn nach Osten.

Wenn es Zeit ist heim zu gehen….

Ein weiser Mann (danke Aka) hat vor kurzem geschrieben: „So paradox es klingen mag, aber die Welt eurer Kinder wird sich vergrössern, wenn ihr euch niederlässt.“

Unrecht hat er nicht. Unsere Jungs haben in ihren kurzen Leben schon überdurchschnittlich viel gesehen, erlebt und erfahren. Die Welt hat für sie viele Farben und Nuancen. Bis vor wenigen Monaten gab es für sie wohl kaum etwas Tolleres als mit ihren Eltern um den Erdball zu reisen, Abenteuer zu erleben und andere Lebensarten kennenzulernen. Auf viel haben sie dabei verzichtet und ebenso viel (oder mehr) dafür erhalten.

Langsam werden Desmond und Lenny zu kleinen Erwachsenen und in diesem Prozess hat sich eine innere Stimme gemeldet. Zurzeit noch ein Geflüster, aber ihre Mami und ihr Daddy wissen, dass die Zeit gekommen ist.

Die Zeit, ihre eigene Wahrheit zu finden. Eigene Fehler zu machen und eigene Entscheidungen zu treffen. Die Zeit zu experimentieren, sich abzunabeln. Die Zeit ihre eigene Welt – nicht die unsere – zu erforschen und vergrössern.

Drei tolle Jobangebote hatten wir im Ausland. Alle drei waren verlockend, aber wenn wir eines in den letzten Jahren gelernt haben, ist es, das nicht alles Gold ist, was glänzt.

Einmal mehr schauen wir auf unserem bisherigen Leben zurück und sind fasziniert, wie alles plötzlich Sinn macht. Wie jeder Teil passt. Seit meiner Jugend war ich darauf fixiert, im Ausland leben und arbeiten zu wollen. Jedem, der das konnte, schaute ich neidisch zu. Ich war rastlos. Jetzt ist dieser langjährige Wunsch erfüllt. An unseren eigenen Leibern durften wir erfahren (und auch durch die vielen Bekanntschaften mit anderen arbeitenden Ausländern), dass so ein „Expat“ Leben nicht immer ein Zuckerschlecken ist und das sich Einfügen im Arbeitsprozess einer fremden Kultur nicht nur Freude bereitet. Obwohl ich die Bereicherung, Herausforderung und Lehre so einer Erfahrung nicht missen möchte (und bestimmt in einem späteren Zeitpunkt erneut annehmen würde), fühle ich mich im Moment davon „geheilt“.

Wir werden das Leben im Ausland vermissen, sicher auch wieder los ziehen wollen (und hoffentlich auch wieder losziehen), aber für im Moment ist es gut so wie es sein wird. Was Schöneres gibt es für Eltern als zu wissen, dass sie ihren Kinder ideale Voraussetzungen bieten können, um sich frei zu entwickeln?  

In der Schweiz sind wir zuhause. Da erwarten wir kein Gold. Und kein glänzen. Da wissen wir, was wir haben. Und das ist sehr, sehr viel. Kinder können in der Schweiz noch Kinder sein.  Und wir Eltern können unsere Energien dazu einsetzen, etwas für die Zukunft der Welt zu leisten.

Am 29. September kommen wir in der Schweiz an!

Die Hoodoos des Bryce Canyons

Tausende von Hoodoos lachen im Bryce Canyon den Touristen und Naturliebhaber zu. Hoodoos sind fantastische Felssäulen, die über Millionen von Jahren durch geologische Schichtenbildungen und Abtragungen entstanden sind. Die Hoodoos des Bryce Canyons erhalten ihre einzigartigen Formen durch die rund 200 Tage pro Jahr an denen Eis und Schnee tagsüber schmelzen und nachtsüber neu einfrieren. Eis dehnt sich in den Rissen der Säulen aus und zwingt den Felsen auseinander.

Spazierwege führen Besucher direkt ins Herz der Hoodoos und lassen einem Verstummen. Was für ein Naturspektakel. Die Abendsonne schlängelt sich vorsichtig durch die Felsen und macht unsere Wanderung noch eindrücklicher. Später gesellen sich ein paar vorwitzige, junge Rehe zu uns im Zeltplatz.

Die Geschäftsleitung setzt voll auf die Erhaltung der Umwelt und die diesbezügliche Bildung der Besucher. Kostenlose Transfers in Parkbussen befördern die Gäste von Aussichtspunkt zu Aussichtspunkt und von Wanderweg zu Wanderweg. Interessanterweise sind die meisten der jährlich 1.5 Millionen Besucher ausländische Touristen. Tief im Canyon drin hört man nur noch „ah, c’est magnifique!“, „wunderschön“, „so lässig“, „Bellissimo“ und „piau leang“.

Hagel grüsst uns!

Henry’s Ölwechsel – Eine professionelle Show

Wenn der Phoenix ans Ende seines Lebens kommt, macht er sich ein Nest aus Ästen. Nest und Vogel entzünden sich und aus der Asche entsteht ein neuer, junger, wunderschöner Phoenix.  

Das Gute an einer Wirtschaftskrise ist, dass innovative, ehrgeizige Unternehmer nach neuen Ideen suchen und durch kreative Lösungen herausstehen können. Henry’s Oelwechsel-Kette ist dafür ein gutes Beispiel. Preislich sehr konkurrenzfähig, aber mit einem Service, von dem andere nur träumen können.

Das Henry Team ist professionell und freundlich vom ersten Moment an. Die Mitarbeiter tragen schwarze, dreiviertel Hosen, weisse Hemden, eine schicke kleine Fliege und passende Béret. Der Manager grüsst uns, lotst uns ein, wiederholt die Kosten für den Ölwechsel und drückt uns eine aktuelle Zeitung in die Hand. „Sir, es wird nicht lange dauern, sitzen Sie zurück und geniessen!“

 

Neben uns, auf Fensterhöhe, steht ein Bildschirm, auf dem vier Live-Kameras zeigen, was gerade an unserem Fahrzeug gemacht wird. Ein Mechaniker steht unter dem Ford, einer vorne beim Motor und einer am Computer. Jede ihrer Handlungen ist gut einstudiert, chronologisch abgespielt und dokumentiert.

 

Jede Flüssigkeit am Fahrzeug wird gecheckt, ein Muster davon auf eine spezielle Karte gestrichen (und uns gezeigt) und wenn nötig wird gleich kostenlos aufgefüllt. So ruft der Mann am Computer zum Beispiel laut: „Break fluid (Bremsflüssigkeit), der Mechaniker unten wiederholt „Break fluid“ und sobald er sie gecheckt hat, ruft er „Break fluid okay.“ Dann folgt das Achsenöl, Motoröl usw. 

Jeder Schritt wird uns erklärt und die Proben gezeigt. Dann werden Öl und Filter gewechselt und zwar wieder mit einem Schauspiel der drei Mechaniker, dem wir auf dem Bildschirm folgen können. Alles ist in Ordnung, unser Alfie hat jeden Test mit Bravour bestanden. Er bekommt ein Lob des Managers, ein Kleber mit den Angaben für den nächsten Ölwechsel, eine Garantiekarte und eine Liste mit allen Henry’s Öl-Garagen in den USA.  Falls wir zwischen diesem und dem nächsten Ölwechsel irgendeine von Alfies Flüssigkeiten auffüllen müssen, können wir das bei jedem Henry’s gratis machen lassen.  

„Gute Fahrt!“

Yellowstone National Park – Naturwunder

Yellowstone wurde im Jahr 1872 zum Nationalpark erklärt und war damit der erste seiner Art in der ganzen Welt. Das riesige Gebiet von Yellowstone (der grösste Teil davon ist ein Vulkankrater) besticht auch heute noch als Naturwunder. Der Park hat hohe Schneeberge, klare Seen, tosende Wasserfälle, Geysire, dichte Wälder und viele wilde Tiere zu bieten.

Wir übernachten in einem der einfachen Campgrounds im Park, wo wir nicht nur super nette Reisende treffen (unter anderem ein mega liebes Schweizer Paar), sondern auch Veggie-Burger auf einem Campfeuer braten und mit den selbstgebastelten Angeln der Jungs fischen gehen. Tagsüber beobachten wir Tiere (sogar einen Grizzli-Bär), schwimmen im kühlen Fluss und bewundern die heissen Quellen und Geysire der Gegend. Das Vulkangebiet macht sich bemerkbar: überall dampft und kocht es aus der Erde und die Luft verdirbt uns den Appetit durch den „Sulfur-Eier-Gestank“.

Aber ist Yellowstone wirklich so idyllisch, wie wir uns das von einem Nationalpark wünschen? Der Park wird stark beworben und seine Einzigartigkeit lockt jedes Jahr um die drei Millionen Besucher an. Ein öffentliches Verkehrsnetz fehlt, tausende von Fahrzeugen und Camper begeben sich nach Yellowstone und legen um die 300 km auf den  Parkstrassen zurück. Ein Flughafen am Rande bringt weitere Besucher. Macht es Sinn ein Naturgebiet zu schützen und dadurch Millionen von Besuchern anzuziehen? Wir wünschen uns, dass Yellowstone wie andere Amerikanische Parks den Privatverkehr reduziert oder verbietet und dafür bequeme und zuverlässige, öffentliche Shuttle-Busse anbietet.

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Freiheit – was bedeutet sie wirklich?

„Gelange zur emotionalen Freiheit“ Dieser Titel lachte mich vor wenigen Tagen an. Er gehörte zu einem interessanten Artikel in einer Gratiszeitschrift, die wir vor Monaten in Charleston bei einem Arztbesuch mitgenommen hatten. Kurz darauf verlor ich das Magazin und suchte wochenlang verzweifelt danach. Seither ist viel Zeit vergangen. Das Heft, auf der Seite des „Emotionalen Freiheit“ Artikels aufgeschlagen, erschien mir wieder. Es hatte sich irgendwie unter meinem Sitz eingeklemmt und sich durch die Rüttelei unter meine Füsse geschoben. Ein Zeichen?

Es stiess mich dazu an über Freiheit nachzudenken.

Vor vielen Jahren las ich einmal in einem Buch von einem Ex-Gefangenen, dass das wichtigste während der Gefangenschaft sei, im Geist frei zu bleiben. Sich frei zu fühlen, sei der einzige Weg, die Zeit hinter Gittern einigermassen zu überstehen. Kann man sich womöglich in jeder Situation frei fühlen? Auch wenn die äusseren Umstände dagegen sprechen?

Als Reisende sind wir vogelfrei. Wir können aufstehen, wann wir wollen, täglich die Pläne und Route ändern, uns spontan um 180 Grad drehen und für uns selber bestimmen, was wir tun wollen. Aber sind wir wirklich automatisch frei, nur weil das Fundament dafür geschaffen ist?

Oft haben wir bezeugt, wie Reisende steif ihrem Reisehandbuch oder ihrer eigenen Planung folgen. Auch wir fühlen uns nicht täglich frei. Oft haben wir mit Gedanken und tiefgründigen Fragen, mit Schuldgefühlen, mit Zukunftsperspektiven und Ängsten zu ringen. Auch wir halten eine Tagesroutine ein, die der eines Schweizer Alltags nicht ungleich aussieht.  

Was also bedeutet Freiheit?

Ist Freiheit die Wahl zu haben tun und lassen zu können, was wir wollen? Freiheit ist in meinen Augen ein innerer Prozess. Der Beschluss unser Leben selber in die Hand zu nehmen und für unsere Aktionen gerade zu stehen. Die Wahl wie wir auf äussere Umstände reagieren, was wir über sie denken und von ihnen lernen. Für mich bedeutet Freiheit sich auf das Urvertrauen zu verlassen, den Moment zu leben, das Beste aus jeder Situation zu machen und uns selber zu sein, egal was andere denken.

Es war gutes Timing für das Magazin zu erscheinen, denn in den kommenden Monaten (wenn wir uns erneut in der Schweiz niederlassen) werden wir vor der Prüfung stehen, auch im Alltag frei sein zu können. Auch in schwierigen Situationen positiv zu bleiben und das Vertrauen jeden Tag neu zu finden.  

Was bedeutet Freiheit für euch?

Ein Spaziergang auf dem Mond

In Idaho, entlang einer unscheinbarer Landstrasse, verändert sich die Landschaft plötzlich. Sind wir auf dem Mond gelandet, fragen wir uns?

So unrecht haben wir nicht, denn der von der Regierung geschützte Park heisst in der Tat “Craters of the Moon”. Ueber tausende von Jahren brachen kleine Vulkane aus und überschütteten die Gegend mit Lava. Wir campieren auf Lava, wir klettern einen Lava-Hügel hoch und wir erkundigen eine “Lava Tube”, eine Art Höhle/Tunnel, die durch den Lava Fluss entstand.