Von Barfüsser und Pelikanen / Baja Sur, Mexiko

Schon seit Tagen weilen wir einmal mehr an einem einsamen Sandstrand und geniessen ein Leben ohne Schuhe. Wie herrlich es doch ist, die Erde unter seinen Füssen zu spüren!

Ist es nicht ironisch, dass wir seit unserer Ankunft in Mexiko, einem Land, das seit langer Zeit internationale Schlagzeilen von Gewalt und Morden schreibt, einen solch tiefen inneren Frieden gefunden haben?  Denn auch wenn die gravierenden Probleme weder verschwiegen noch verniedlicht werden dürfen, gibt es parallel dazu noch ein anderes Mexiko. Ein Mexiko von Menschen wie du und ich. D.h. nicht ganz, denn es sind Menschen, die in sehr farbigen Häusern leben und sich ebenso knallig bunt anziehen. Ausgelassene, fröhliche Menschen, die einen entspannenden Nachmittag mit Familie und Freunden am Strand oder auf dem Dorfplatz verbringen, dabei viel lachen, essen und schwatzen. Eltern, die ihre Kinder lieben.

Und mal von den Menschen abgesehen, gibt es in diesem wunderbaren Land auch noch eine einmalige Tierwelt hautnah zu erleben. Auch am Playa Limpia. Denn nicht nur wir vier Gringos mögen diesen Ort, sondern auch eine Schar von Pelikanen.

Mächtig, stolz und etwas „tollpatschig“ segeln sie durch den warmen Himmel und halten nach Fischen Ausschau. Wir sind zu einer angenehmen Nachmittagsabkühlung ins Meer gehüpft und schauen den eindrücklichen Tieren zu. Die Jungs tauchen nach Marmorsteinen, die in allen möglichen Formen und Farben auf dem Ozeanboden liegen.

Plötzlich entdecken die Vögel einen Fischschwarm und beginnen die Jagd nach ihrem nächsten Essen. Pfeilgerade und mit der präzisesten Genauigkeit schiessen sie aus den Lüften. Die Fische sind aber auch nicht von gestern, tun sich zu Hunderten, wenn nicht Tausenden zusammen und flüchten. Was sie dabei nicht berücksichtigt haben, sind wir. Eine dicke, schwarze Wolke kommt unter Wasser auf uns zu! Als sie uns erreichen, springen sie verängstigt durch die Luft: direkt in unsere Gesichter…

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