Was haben wir während unseren Reisen mit unseren Jungs gelernt? Was braucht es, damit eine Reise mit Kindern für alle zum positiven Erlebnis wird?
- Wenn die Eltern sich wohl, selbstbewusst und sicher in ihrem Umfeld fühlen, werden sich auch die Kinder dem anschliessen.
- Auf einer Reise ist fast alles neu, deshalb ist das Einhalten einer täglichen Routine noch wichtiger als zuhause: eine Geschichte vor dem Zubettgehen, faire, angebrachte Schlaf- und Ruhezeiten, Raum zum Spielen, viel frische Luft und Bewegung, gutes und regelmässiges Essen.
- Ein kinderfreundliches Programm kann auch für die Eltern Spass sein: ein Besuch im Schwimmbad, ein Nachmittag im Park mit Spielplatz, eine Fahrt im Stadttram, ein Museumbesuch. Garantiert lernt man dabei interessante Menschen kennen, was wiederum spannender und aufschlussreicher sein kann, als die lokalen Sehenswürdigkeiten abzuklappern.
- Langsames Reisen mit viel Raum für spontane Unternehmen gibt jedem Familienmitglied Zeit anzukommen und Neues zu verarbeiten. Kleine Ziele stecken, anstatt schon die ganze Reise detailliert vorausplanen. Beim Ankommen an einem neuen Ort erstmal nur die Gegend ums Hotel erkunden. Langsam, wenn sich die Kinder (und Eltern) wohlfühlen, den Radius vergrössern. Weniger ist in jedem Fall mehr.
- Die Kinder bei der Planung integrieren. Was wollen sie? Strand, Wüste, Abenteuer? Viel mit ihnen reden und gemeinsam die neuen Eindrücke verarbeiten.
- Humor, Humor, Humor… das Leben mit Humor angehen und in einem erhitzten Moment anstatt die Kinder anzuschnautzen mit Kitzeln reagieren, kann so manche Situation entschärfen.
- Auf reisen bringen wir ein paar alte Favoriten der Kinder (Stofftiere, Spiele, Spielzeug), kaufen aber immer mal wieder etwas neues dazu. Unsere Jungs waren immer sehr beruhigt, wenn es im neuen Land auch Spiderman oder Lego gab. In Jordanien fanden wir sogar ein Scooby Doo Heft.
- Restaurantbesuche dreimal täglich sind oft für Kinder und Eltern stressvoll. Wenn wir jeweils ein kinderfreundliches Restaurant gefunden hatten, gingen wir immer wieder dahin zurück (Routine!). Ein bis zwei Mahlzeiten pro Tag bereiteten wir selber zu (Frühstück, Picknicks usw.).
- Entgegen der Annahme einiger Eltern haben wir die Erfahrung gemacht, dass Billigunterkünfte, Strassenrestaurants und 2. oder 3. Klasse Bahnfahrten viel kinderfreundlicher sind als teure Hotels, schicke Restaurants und 1. Klasse Transport. Oft hat es einheimische Familien, Lärm wird toleriert, jeder hilft beim Amüsieren der Kinder, es ist immer etwas los, Ausnahmen werden gemacht, speziell für die Kinder gekocht usw.
