Es ist Zeit neue Wege zu gehen

New pathsSeit vielen Jahren blogge ich. Seit noch mehr Jahren reise ich. Ihr liebe Leser, seid mir immer treu geblieben, habt mich zum Weitermachen motiviert und mir Kraft und Mut gegeben. Dafür bin ich sehr dankbar.

Es ist Zeit neue Wege zu gehen.

Unsere Kinder sind am Erwachsenwerden, wir reisen nur noch während den Ferienzeiten – zumindest die Reisen in die Welt hinaus – und neue Ziele, neue Träume und neue Aufgaben sind uns wichtig geworden. Ich haben einen neuen, ebenso spannenden Weg eingeschlagen.

Deshalb schalte ich als Reisebloggerin eine Pause ein. Neben anderen Herausforderungen und Aufgaben werde ich in den kommenden Monaten an meinem nächsten Buch weiterschreiben. Wenn es soweit ist, lasse ich es euch gerne wissen.

Von Herzen danke ich euch, dass ihr jahrelang an meiner Seite gegangen seid und hoffe, dass wir auch ohne Blog in Kontakt bleiben können.

Varkala Südindien – vor 16 Jahren

Vor sechzehn Jahren, als Michael und ich in Varkala weilten, liessen wir von einem Amateurfilmer ein Video drehen. Der Film war als Geschenk an unsere Eltern gedacht. Die VHS Kassette kam uns vor einiger Zeit wieder in die Hände, eine Freundin überspielte sie für uns auf eine DVD und ich schnitt daraus einen Kurzfilm.

Wie wir uns in sechzehn Jahren verändert haben!

Das schönste Reiseziel

Ich sehe einen Ort, der ist so schön, er strahlt in Rosa und Weiss. Wer von ihm berührt wird, fühlt sich zufrieden und in bedingungslose Liebe eingehüllt. Sprachen spielen keine Rolle, denn er versteht jeden ohne Worte. Antworten zu unseren Fragen kommen wie von selbst. Friede herrscht und Ruhe, auch wenn es draussen stürmisch ist. Kein hochglänzender Ferienprospekt bewirbt den Ort, die Anreise ist kurz, zu jeder Zeit möglich, umweltfreundlich und kostenlos. Bei jedem Besuch zeigen sich die Farben noch intensiver, die Reise wird noch spannender und Neues lässt sich entdecken. Alle Träume werden wahr und alles Leben klar. Oh, und nicht vergessen, auch Abenteuer, Spass und bedeutungsvolle Begegnungen bietet die Reise an diesen Ort.

Den Ort gibt es nicht? Und doch.

Vor zwei Wochen begab ich mich auf die bis anhin spannendeste Reise meines Lebens. Das Ziel: mein Selbst. Durch Zu-fall nahm ich an einem Seminar der MAS teil, das von einem berühmten Spiritualisten aus Schottland, Bill Thomson, geführt wurde. Bill sah meine Seele und beschrieb sie mir. Er lud mich ein, eine neue Türe zu öffnen, einen neuen Weg zu begehen. Einer, der mich an das schönste Reiseziel der Welt bringen würde.

Seither übe ich fleissig und dringe tiefer und tiefer in mein Inneres ein. Die Schönheit, die ich finde, ist wunderbarer als alles, was ich in meinem Leben sehen, die Ruhe erfrischender als alles, was ich erfahren und der Friede intensiver als alles, was ich spüren durfte.

Die Reise zu meinem Selbst schenkt mir eine Zufriedenheit, so tief, wie ich sie von keiner bisherigen Reise mitnehmen durfte. Sie schenkt mir ein Urvertrauen, das noch nie so stark war. Sie schenkt mir Kraft und Mut, die Berge versetzen könnten, eine allumfassende Liebe, die die Erde glühen lässt.

Warum, so frage ich mich, habe ich sechzig Länder bereist, bevor ich die sinnvollste Reise aller begonnen habe?

So schnell die Frage kommt, so rasch verschwindet sie wieder. Weil es so ist. Weil es so gut ist, wie es ist. Weil jetzt die Zeit dafür da ist. Weil erst die Ferne es schaffen konnte, mich mir selbst näher zu bringen.

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Wellness auf der Rigi

Was schenkt man einer Mutter zu Weihnachten, die schon seit mehr als einem Jahr materielle Güter abbaut? Und was einer Schwiegermutter, die aus England angereist ist und gerne mit schönen Erinnerungen heim geht?

Weggis nach Kaltbad

Genau, man bringt sie auf die Rigi und verwöhnt sie im Mineralbad & Spa Rigi-Kaltbad. Die Idee, uns am 24. Dezember verwöhnen zu lassen, war genial. Während dem viele Familien zuhause ihre Bäume schmückten oder noch ihre letzten Einkäufe tätigten, nahmen wir die spektakuläre Luftseilbahn von Weggis nach Kaltbad. Das Wetter spielte mit, der starke Föhnwind bescherte uns nicht nur Sonne und Wärme, sondern auch ein weitsichtiges, klares Panorama.

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Menschen: Ha aus Vietnam

Ha lernten wir vor bald 10 Jahren in Vietnam kennen. Er war damals die rechte Hand der Hotelmanagerin in Hanoi und kümmerte sich rührend um unsere Jungen. Seither blieben wir im Kontakt und freuen uns heute schon auf ein Wiedersehen, irgendwann, irgendwo.

Ha, was bringt dich zum Lachen?

Wenn ich meinen Sohn lachen sehe.

Wie würdest du dein Land beschreiben?

Wir sind nicht reich, aber stolz darauf freundlich und ehrgeizig zu sein.

Welches Geschenk würdest du deiner Mutter geben, um sie glücklich zu machen?

Etwas selbst gestricktes aus Wolle.

Was ist dein Lieblingsfilm und deine Lieblingsmusik?

Der Film “Sai Gon Special Task” und Liebeslieder.

Wie würdest du Freundschaft beschreiben?

Ideen und Gefühle miteinander zu teilen.

Was macht dich traurig?

Wenn man nicht beachtet wird.

Was wünscht du dir für die Zukunft?

Die Welt zu bereisen.

Ha

Aufwachsen mit Traditionen

Noch nie habe ich an einem Ort gelebt, wo alte Traditionen mehr Platz bei Kindern einnahmen, wie hier.

Letztes Jahr lernte Lenny und seine Klasse den traditionellen Fasnachtstanz der Nüssler. Die Schüler erhielten am Ende gar ein Zertifikat.

Jedes Jahr wird zudem an der Schule in Steinen ein Chlefele Wettkampf gehalten. Die Kinder wedeln die zwei Holzbrettchen zwischen den Fingern und spielen damit die coolsten Rhythmen.

Nüsslen

Heute erhielt Lenny von seiner Jungwachtgruppe eine Einladung zum Triichlä. Die Triichlä-Männer und Jungen läuten am 6. Januar ihre riesigen Kuhglocken, man nennt den Brauch auch “Einschellen”.

Zum Nüsslen, Chläfele und Triichlä kam diesen Advent noch ein mir neuer Brauch hinzu: das Wichteln.

In der Primar- und Sekundarschule wurde gewichtelt, was das Zeugs hält. Jeder erhält den Namen eines Mitschülers und beschenkt diesen während einigen Wochen immer wieder, ohne dass der Beschenkte den Schenkenden kennt. Auf dem Päckchen steht dann einfach “von deinem Wichtel”. Früher wurde jedoch in dieser Gegend ohne materielle Geschenke gewichtelt. Ein Wichtel bemühte sich um den Auserwählten, in dem er ihm oder ihr versteckte Dienste erwies. Plötzlich war die Windschutzscheibe des Fahrzeugs von Eis befreit oder der Kühlschrank gefüllt, das Mittagessen schon gekocht.

Also noch einmal: den Chlaus mag ich nicht, aber sonst finde ich viele der Traditionen überaus sympathisch.

Bericht zur Steiner Fasnacht.